Temova ist eine App, die kreative Menschen und lokale Auftraggeber:innen zusammenbringt. Der Name steht für Talent Explore Meet Opportunities Values Adventures. Entwickelt im vollständigen Design-Thinking-Prozess und getestet mit echten Nutzer:innen.
- Projektart
- iOS-App, UI/UX & KI-Workflow
- Rolle
- Einzelprojekt: Konzept, UX/UI-Design, KI-Workflow & Testing
- Jahr
- 2026
- Tools & Stack
- Figma
- Google Stitch
- Claude Code
- KI-Coding-Workflow
- TestFlight
- iOS

Die Creator-Seite
Creators sind kreative Menschen, zum Beispiel Studierende, die ihre Fähigkeiten einsetzen wollen. Sie stöbern im Feed nach Projekten in ihrer Nähe und bewerben sich direkt.
Die Client-Seite
Clients sind lokale Auftraggeber:innen mit einer Idee oder einem Bedarf. Sie legen ein Projekt an, schreiben es aus und finden so jemanden, der es umsetzt.
Empathise & Define
Am Anfang stand der Blick auf den Markt: Kreative Aufträge laufen heute über Instagram-DMs, persönliche Kontakte oder globale Freelance-Plattformen. Lokal und auf Augenhöhe gibt es kaum etwas.
Daraus ergab sich das Problem, das Temova lösen soll: Wer Fähigkeiten hat, findet keine Projekte in der Nähe. Wer Bedarf hat, findet niemanden, der es umsetzen kann.
Der Vergleich mit Upwork, Fiverr und TaskRabbit machte die Lücke deutlich: Sie sind global, anonym und preisgetrieben, Menschen schrumpfen auf Sterne. Temova setzt dagegen auf lokalen Austausch, bei dem auch Erfahrung, Ausrüstung oder Unterkunft zählen.
Beide Use Cases laufen auf denselben Kern hinaus: schnell ein passendes Gegenüber finden und direkt Kontakt aufnehmen, ohne Agentur oder langen Bewerbungsprozess. Dieser Ablauf, von Profil über Suche bis zur ersten Nachricht, wurde zum Maßstab für jede spätere Funktion.
- Projekte in der NäheInsta-DMs
- Passende CreatorBekannte fragen
- Aufträgeglobal und anonym
- Erfahrung, Ausrüstung, Unterkunftgibt es nicht

Ideate
Vor dem ersten Screen stand die Informationsarchitektur als Rückgrat: Creator- und Client-Modus bekommen eigene Einstiege, laufen aber in denselben Kernflüssen zusammen.
Das hat früh gezeigt, wo Wege doppelt gedacht waren und was wirklich in die Navigation gehört. Auf dieser Basis habe ich mit Google Stitch mehrere Interface-Richtungen durchgespielt und die tragfähigste in den Prototyp übernommen.
Creator-Modus
Start
- Deine Picks
- Anstehende Projekte
Entdecken
- Filter und Sortierung
- Projektvorschläge
- Projektdetail
Nachrichten
- Chat-Liste
- Boarding-Pass
- Bewertung
- Geteilte Daten
Profil
- Projekte
- Bewertungen
- Logbuch
- Insights
Client-Modus
Start
- Deine Projekte
- Neues Projekt erstellen
Entdecken
- Talente finden
- Filter (Skills, Sprache, verifiziert)
- Talentprofil
Nachrichten
- Chat-Liste
- Boarding-Pass
- Bewertung
- Geteilte Daten
Profil
- Ausgeschriebene Projekte
- Bewertungen
- Insights
Prototype
Ein Styleguide legt die visuellen Grundlagen fest: Aus einem Moodboard wurden Farbwelt, Typografie und Grid, daraus konsistente Regeln für jede Komponente. Die beiden Rollen tragen Farbe, Creator Türkis, Client Lila, auf ruhigem Dunkelblau, damit sofort klar ist, in welchem Modus man gerade ist.
Den Code aus Google Stitch habe ich mit KI-Tools weitergezogen, am Ende mit Claude Code. So wurde aus einzelnen Screens ein zusammenhängender, interaktiver Prototyp, an dem ich Entscheidungen direkt mit Nutzer:innen testen konnte.
Auch die Bildsprache folgt klaren Regeln, damit die App trotz Nutzerinhalten ruhig bleibt: Der Hero-Bereich zeigt standardmäßig ein automatisch wechselndes Tagesbild, passend zur Rolle und immer schwarz-weiß. Wer will, lädt ein eigenes Bild hoch, nur dieses darf auch farbig sein.
Testing
Getestet mit echten Nutzer:innen direkt in TestFlight, dazu 3 Thinking-Aloud-Tests und ein UEQ-Fragebogen, geprüft gegen Nielsens Heuristiken, ISO 9241-110 und Shneidermans Regeln.
Ein Beispiel aus all diesen Tests: Testpersonen konnten Preise schwer einordnen. Daraus entstand die Fairness-Anzeige: jedes Projekt zeigt eine Stufe von „unter Marktpreis“ bis „sehr fairer Preis“.
Die 4 Hauptbereiche: Client & Creator
Der fertige Prototyp gliedert sich in 4 Bereiche: Home, Explore für neue Aufträge, Chat und ein Profil mit Insights und Bewertungen, für Clients wie Creators gleich aufgebaut.
Jeder Bereich trägt Farbe, Türkis für Creator, Lila für Client. Die Client-Ansicht ist dabei kein zweites Produkt, sondern dieselbe Struktur in der anderen Farbe: Wer die Rolle wechselt, muss nichts neu lernen.
Das fertige Produkt
Behind the Scenes
Antigravity, Codex, Claude Code, und die Entscheidung für eines davon
Die Interface-Richtungen aus Google Stitch habe ich als Code in KI-Tools weitergezogen: erst Antigravity und Codex, dann Claude Code, mit dem ich die ganze App gebaut habe.
So konnte ich die App als Ganzes denken statt Screen für Screen zu flicken. Design, Interaktion und Logik entstanden parallel, nicht nacheinander.
Links
Zum Ausprobieren, live und direkt auf deinem Gerät.
- Temova auf TestFlight öffnenBeta direkt auf dem iPhone installierenMit dem Handy scannen
Downloads
Die vollständige Dokumentation zum Projekt, zum Nachlesen und Mitnehmen.


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