iOS-App, UI/UX & KI-Workflow · 2026
Temova
Eine App, die kreative Menschen und lokale Auftraggeber:innen zusammenbringt, entwickelt im vollständigen Design-Thinking-Prozess und getestet mit echten Nutzer:innen.
- Rolle
- Solo, Konzept, UX/UI-Design, KI-Workflow, Testing
- Methodik
- Design Thinking: Verstehen, Definieren, Ideation, Prototyp, Testing
- Projektziel
- Creators und lokale Auftraggeber:innen zusammenbringen, von der Marktlücke bis zur Beta.
- Jahr
- 2026
Tools & Stack
- Figma
- Google Stitch
- Claude Code
- KI-Coding-Workflow
- TestFlight
- iOS

Verstehen & Definieren
Wie finden kreative Menschen und lokale Auftraggeber:innen zueinander? Über eine Umfrage mit 11 Fragen, ein Interview und die Analyse vergleichbarer Apps habe ich die Zielgruppe kennengelernt, dabei zeigte sich eine echte Marktlücke.
Personas wie Marco und Lauri machten greifbar, für wen ich gestalte, Marco als Client ohne passende Kontakte, Lauri als Creator-Studentin, daraus wurden Use Cases und User Storys, ein Standpunkt, an dem jede spätere Entscheidung sich messen lassen musste.

Persona: Lauri, die Creatorin
Lauri steht stellvertretend für die Creator-Seite: Studentin, gutes Portfolio, aber keine Aufträge, die Geld bringen. Aus den Umfrageantworten habe ich die wiederkehrenden Muster zu einer Person verdichtet, statt mit anonymen Prozentwerten weiterzuarbeiten.
Ihre Frustrationen sind konkret genug, um Entscheidungen zu tragen: anonyme Plattformen, viel Konkurrenz, gute Arbeit bleibt unsichtbar. So ließ sich jede Priorisierung im Feed daran prüfen, ob sie Lauri schneller zu einem bezahlten Projekt bringt.

Informationsarchitektur & Ideation
Vor dem ersten Screen stand die Informationsarchitektur als Rückgrat: Creator- und Client-Modus bekommen eigene Einstiege, laufen aber in denselben Kernflüssen zusammen. Der Baum geht bis auf die Ebene einzelner Zustände runter, von den Filter-Chips der Chat-Liste bis zum Bewertungs-Modal.
Das hat früh gezeigt, wo Wege doppelt gedacht waren und was wirklich in die Navigation gehört. Auf dieser Basis habe ich mit Google Stitch mehrere Interface-Richtungen durchgespielt und die tragfähigste in den Prototyp übernommen.

Interface & Styleguide
Ein Styleguide legt die visuellen Grundlagen fest: Aus einem Moodboard wurden Farbwelt, Typografie und Grid, daraus konsistente Regeln für jede Komponente.
Die beiden Rollen tragen Farbe: Creator Türkis, Client Lila, auf ruhigem Dunkelblau. So sieht man an jeder Stelle sofort, in welchem Modus man gerade ist. Bewusst keine Signalfarben, damit die Projektbilder wirken.

KI-Workflow & Prototyp
Statt bei statischen Entwürfen stehen zu bleiben, habe ich den Code aus Google Stitch weitergezogen: getestet Antigravity und Codex, entschieden für Claude Code, die App als Ganzes gedacht.
So wurde aus einzelnen Screens ein zusammenhängender Prototyp. Entscheidungen konnte ich direkt am lebenden Produkt testen, mit meinen Nutzer:innen.

Testing & Optimierung
Getestet gegen Nielsens Heuristiken, ISO 9241-110 und Shneidermans Regeln, kombiniert mit 3 Thinking-Aloud-Tests, einem UEQ-Fragebogen und einer TestFlight-Beta.
Testpersonen konnten Preise schwer einordnen. Daraus entstand die Fairness-Anzeige: jedes Projekt zeigt eine Stufe von „unter Marktpreis“ bis „sehr fairer Preis“.

Die 4 Hauptbereiche: Creator & Client
Der fertige Prototyp gliedert sich in 4 Bereiche: Home, Explore für neue Aufträge, Chat und ein Profil mit Insights und Bewertungen, für Creators wie Clients gleich aufgebaut.
Jeder Bereich trägt Farbe, Türkis für Creator, Lila für Client, beim Rollenwechsel kippt dieselbe Struktur auf die andere Farbe, ohne dass sich die Bedienlogik ändert.

Dieselbe Struktur in Lila: die Client-Seite
Die Client-Ansicht ist kein zweites Produkt, sondern dieselben 4 Bereiche in der Client-Farbe. Wer die Rolle wechselt, muss nichts neu lernen.

Behind the Scenes
Antigravity, Codex, Claude Code, und die Entscheidung für eines davon
Die Interface-Richtungen aus Google Stitch habe ich als Code in KI-Tools weitergezogen: erst Antigravity und Codex, dann Claude Code, mit dem ich die ganze App gebaut habe.
So konnte ich die App als Ganzes denken statt Screen für Screen zu flicken. Design, Interaktion und Logik entstanden parallel, nicht nacheinander.
Methode & System
- Systemlogik
- Zwei getrennte Einstiege, Creator und Client, laufen in denselben Kernflüssen zusammen: Projekt anlegen, Profile matchen, Kontakt aufnehmen. Die Informationsarchitektur stand als Baumdiagramm vor den Screens.
- Erkenntnis aus der Recherche
- Bestehende Plattformen matchen nach Skill, aber nicht nach Vertrauen. Genau diese Lücke löst Temova.
- Wirkung & Sonderfälle
- Aus dem Thinking-Aloud-Test flossen Korrekturen zurück: einheitliche Ortsangaben, eine größere Schaltfläche fürs Offline-Stellen, ein behobener Zustandsfehler beim Rollenwechsel. Aus der Rückmeldung, dass Preise schwer einzuordnen waren, entstand die Fairness-Anzeige: Sie stuft jedes Projekt gegen das Marktniveau ein.
Links
Zum Ausprobieren, live und direkt auf deinem Gerät.
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Downloads
Die vollständige Dokumentation zum Projekt, zum Nachlesen und Mitnehmen.
